Fachkräfte-News

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  1. Am Berlin-Tag, der am 22. September 2018 auf dem Flughafen Tempelhof stattfindet, stellen sich knapp 60 Kita-Träger mit rund 400 Kitas vor und werben um Fachkräfte. Auf der Informations- und Jobmesse der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie können sich Interessierte außerdem über den neuen dualen Studiengang der Hochschule für angewandte Pädagogik in Berlin informieren, der gezielt auf die Arbeit in den bezirklichen Jugendämtern vorbereitet, da dort der praxisorientierte Teil der Ausbildung absolviert wird.
  2. Die Interkulturelle Woche (IKW) möchte ein starkes Signal für das friedliche Zusammenleben setzen. „Vielfalt verbindet.“ heißt das Motto der bundesweiten Aktionswoche, die am 23. September in Hannover eröffnet wird. Die bundesweit jährlich stattfindende IKW ist eine Initiative der Deutschen Bischofskonferenz, der Evangelischen Kirche in Deutschland und der Griechisch-Orthodoxen Metropolie.
  3. Erstmals beteiligt sich die Nationale Armutskonferenz (nak) am Staatenberichtsverfahren zum UN-Sozialpakt und hat einen eigenen Parallelbericht vorgelegt. Dieser zeigt, inwiefern Armut in Deutschland auch ein menschenrechtliches Problem darstellt. Anlass der Veröffentlichung ist die Anhörung der Bundesregierung vor dem Sozialausschuss der Vereinten Nationen am 25. September 2018 in Genf.
  4. Der Bundesrat begrüßt die geplante Kindergelderhöhung und Anhebung des Kinderfreibetrags. Gleichzeitig weisen die Länder darauf hin, dass die Stärkung der Familie eine gemeinsame Verantwortung von Bund, Ländern und Kommunen sei. Insbesondere die Qualitätsverbesserung in der Kindertagesbetreuung seien eine Daueraufgabe und der Bund müsse sich auch über das Jahr 2022 an den Kosten des Gute-Kita-Gesetzes beteiligen.
  5. Die Klaus Tschira Stiftung und die Stiftung Lesen statten in Zusammenarbeit mit der Forscherstation, Klaus Tschira-Kompetenzzentrum für frühe naturwissenschaftliche Bildung, rund 3.600 Kindertagesstätten in Hessen mit je einem MINT-Geschichtenset „Lesen, Staunen, Forschen“ aus. Ziel der Kooperation ist es, Kita-Fachkräfte und Eltern für MINT- und Sprachbildungsinhalte zu sensibilisieren. Bis 2019 erhalten alle rund 50.000 Kindertagesstätten in Deutschland das Geschichtenset zum Vorlesen und Erleben von Naturphänomenen im Alltag mit Kindern.
  6. Am 17. September fand landesweit der „1. Brandenburger Tag der Jugendberufsagenturen“ statt. Jugendberufsagenturen bündeln unter ihrem Dach unter anderem Maßnahmen der Berufsberatung, der Ausbildungsvermittlung und der Förderung mit Angeboten der Jugendsozialarbeit. Dafür arbeiten die Agentur für Arbeit, Jobcenter, Jugendhilfe und Schulen sowie regionale Partner, wie beispielsweise Kammern, Hand in Hand. Im Land Brandenburg gibt es elf Jugendberufsagenturen.
  7. Menschen mit Behinderungen wollen das politische und öffentliche Leben mitgestalten können. Insbesondere Selbstvertretungsorganisationen von Menschen mit Behinderungen erleben jedoch, dass sie nicht auf Augenhöhe beteiligt werden. Das Deutsche Institut für Menschenrechte macht vor diesem Hintergrund Vorschläge, wie die Beteiligung von Menschen mit Behinderungen auf Augenhöhe gelingen kann.
  8. Anlässlich der dritten Kinderschutzwoche Mecklenburg-Vorpommerns, die vom 21. bis 27. September 2018 in Neubrandenburg stattfindet, stellte Sozialministerin Drese eine bundesweit erste Kinderschutz-App vor, die Erzieher/-innen, Lehrer/-innen oder Kinderärzte dabei helfen soll, sich im Kinderschutzverfahren zu orientieren und Schritte bei einem Verdacht der Kindeswohlgefährdung zu planen. Die Aktionswoche hat im Gesamten das Ziel, die Akteure im Bereich Kinder- und Jugendschutz wie etwa die Jugendämter, Sozialarbeiter, Ärzte, Kitas, Schulen und Jugendhilfeträger stärker zu vernetzen.
  9. Integration braucht Unterstützung und Begleitung, sagt die Diakonie Deutschland und fordert eine Aufstockung der Mittel für die Migrationsberatung. Viele Standorte seien wegen der erheblich gestiegenen Nachfrage seit 2015 überlastet. Es kommt zu langen Wartezeiten. Bei den Beratungsgesprächen geht es z.B. um die Vermittlung in Integrationskurse, Kontakt mit Behörden, Spracherwerb oder die Anerkennung von ausländischen Berufs- oder Studienabschlüssen.
  10. Der Deutsche Verein für öffentliche und private Fürsorge e.V. empfiehlt für das Jahr 2019 die Pauschalbeträge für den Sachaufwand sowie für die Anerkennung der Pflege- und Erziehungsleistungen anzuheben. Die Pauschalbeträge für die Unfallversicherung und Rentenversicherung sollen unverändert fortgeschrieben werden. Die Empfehlungen des Deutschen Vereins sind ein Orientierungspunkt für die Festsetzung der Pauschalen durch die jeweils auf Länderebene zuständigen Behörden.
  11. Die Chancen, aber auch die Risiken einer multiprofessionellen Arbeit in Kindertageseinrichtungen waren Themen des 5. rheinland-pfälzischen KiTa-Kongresses, zu dem das Bildungsministerium und das Institut für Bildung, Erziehung und Betreuung in der Kindheit | Rheinland-Pfalz (IBEB) eingeladen hatten. 300 Teilnehmer/-innen aus Fachpraxis, Trägerschaft, Politik, Gewerkschaften und sonstigen Organisationen rund um Kindertageseinrichtungen und Tagespflege diskutierten dazu an der Hochschule Koblenz. Hierbei durfte das IBEB internationale Gäste aus Neuseeland sowie aus China begrüßen.
  12. Das Wohl der Kinder müsse in den Mittelpunkt gestellt werden, fordert die AWO zum Weltkindertag. Hierzu gehöre auch, die Kinderrechte im Grundgesetz zu verankern. Die verbindliche Regelung der Kinderrechte in der Verfassung würde das Bewusstsein von Politik, Institutionen, Rechtspraxis und Verwaltung für die eigenständigen Rechte von Kindern und Jugendlichen stärken und ihre Beteiligung verbindlich machen, stellt der Wohlfahrtsverband fest.
  13. In der Schule werden Kinder und Jugendliche nach Ansicht der Mehrheit der Deutschen noch nicht ausreichend auf die Anforderungen des digitalen Wandels vorbereitet, wie die Studie „Coding & Charakter“ der Vodafone Stiftung ermittelt hat. Um Schulen bei dieser wichtigen gesellschaftlichen Aufgabe zu unterstützen, hat die Vodafone Stiftung im vergangenen Jahr die Bildungsinitiative Coding For Tomorrow ins Leben gerufen. Nach erfolgreichem Pilot in Nordrhein-Westfalen wird die Initiative nun auch bundesweit angeboten.
  14. Junge Leute dafür zu begeistern, sich vor Ort und auf europäischer Ebene einzumischen: Mit diesem Ziel haben sich 30 Jugendeinrichtungen aus 15 europäischen Ländern zum Netzwerk „Generation Europe“ zusammengeschlossen. Vom 20. bis 26. September machen die beteiligten Jugendzentren, Vereine, Verbände und Einrichtungen die Europäische Jugendbildungs- und Jugendbegegnungsstätte Weimar (EJBW) zu ihrem Labor für neue Ansätze europäischer Demokratiebildung.
  15. Im Rahmen einer Pressekonferenz wurde am 20. September der Wahl-O-Mat zur bayerischen Landtagswahl am 14. Oktober 2018 vorgestellt. Der Wahl-O-Mat ist ein Frage-und-Antwort-Tool, das zeigt, welche zur Landtagswahl in Bayern zugelassenen Parteien der eigenen politischen Position am nächsten steht. Der Wahl-O-Mat ist ein Angebot der Bundeszentrale für politische Bildung in Kooperation mit der Bayerischen Landeszentrale für politische Bildungsarbeit und dem Bayerischen Jugendring.
  16. Etwa 10 Prozent der 14- bis 29-Jährigen in Deutschland identifizieren sich als lesbisch, schwul, bisexuell oder trans* (LSBT*Q). Ihre Lebenssituation thematisiert die neue Ausgabe des Forschungsmagazins des Deutschen Jugendinstituts (DJI). In verschiedenen Beiträgen zeigen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler auf, wie es gelingen kann, die Akzeptanz von sexueller und geschlechtlicher Vielfalt zu steigern und Diskriminierung zu verhindern.
  17. Am 21. September findet im Bundeskanzleramt der sog. Wohnungsgipfel statt. Der Deutsche Caritasverband (DCV), der Familienbund der Katholiken (FDK) und der Katholische Siedlungsdienst (KSD) fordern in einem gemeinsamen Impulspapier mehr bezahlbaren Wohnraum für Familien. Angesichts drastisch steigender Mieten und Immobilienpreise sehen die Verbände Familien in besonderer Weise belastet.
  18. In Thüringen lebt fast jedes siebte Kind unter 18 Jahren in einer Familie, die auf Hartz IV angewiesen ist, das belegen Zahlen der Bundesagentur für Arbeit. Dabei zeigt sich ein deutliches Stadt-Land-Gefälle. Während im Wartburgkreis oder im Eichsfeld mit acht Prozent vergleichsweise wenige Minderjährige auf Hartz IV angewiesen sind, gibt es in Eisenach mit 21,3 Prozent, Erfurt mit 22 Prozent und Gera mit 25,9 Prozent deutlich mehr betroffene Kinder. „Wir dürfen uns mit dieser Situation nicht zufrieden geben und Kinderarmut zu einem Dauerzustand werden lassen“, mahnt Stefan Werner, Landesgeschäftsführer des Paritätischen Thüringen.
  19. Das Motto des diesjährigen Weltkindertages lautet „Kinder brauchen Freiräume“. UNICEF Deutschland und das Deutsche Kinderhilfswerk rufen Bund, Länder und Kommunen dazu auf, Kinder und Jugendliche stärker zu beteiligen und ihnen mehr Freiräume zu geben. Politik und Gesellschaft sollen dafür die notwendigen Voraussetzungen schaffen. Die Deutsche Leberstiftung unterstützt die Forderungen speziell für den Bereich Gesundheit, damit Kinder und Jugendliche bessere Chancen für bewusste Ernährung und mehr Bewegung haben.
  20. „Die Lebensbedingungen von Kindern werden überwiegend vom Elternhaus geprägt“, sagt Caritas-Präsident Peter Neher anlässlich des Weltkindertages und weist darauf hin, dass in Deutschland die Bildungschancen von Kindern immer noch sehr ungleich verteilt sind. Insbesondere brauche es eine auf individuelle Förderung ausgerichtete Pädagogik, z.B. im Rahmen der Schulsozialarbeit oder der schulbezogenen Jugendsozialarbeit.
  21. Die Stiftung Bildung und Gesellschaft zeichnet im September das Bremer Projekt Hood Training der Stiftung Aktion Hilfe für Kinder aus: Der mit 1.000 Euro dotierte Primus-Preis honoriert damit ein kostenloses, pädagogisch begleitetes Sportangebot an sozialen Brennpunkten der Hansestadt.
  22. Was ist eine gute Kita? Für die Leiterin der „Kita des Jahres 2018“, Gabriele Steltner-Merz, ist es eine Frage der Haltung. Nach dem Motto „Geht nicht, gibt's nicht!“ lernen 140 Kinder aus 35 Nationen miteinander. Besonders die Betreuung von Flüchtlingskindern hat die Jury des Wettbewerbs überzeugt.
  23. „Kinder brauchen Freiräume“, so lautet das Motto des diesjährigen Weltkindertags. Dahinter steht der Appell, Kindern und Jugendlichen endlich mehr Möglichkeiten zu Mitgestaltung und Beteiligung zu schaffen. Wie aber steht es um die Rechte von Kindern und Jugendlichen in Deutschland? Fühlen sie sich ernst genommen? Werden sie bei der Gestaltung ihres Alltags beteiligt? Was stört sie? Was empfinden sie als ungerecht? Unter dem Motto „Check deine Rechte“ hat die National Coalition Deutschland sechs Monate lang Kinder und Jugendliche befragt, wie sie die Rechte nach der Kinderrechtskonvention umgesetzt finden.
  24. Das Deutsche Institut für Menschenrechte empfiehlt dem Bundestag und dem Bundesrat anlässlich des am 20. September stattfindenden Weltkindertags, Kinderrechte im Grundgesetz zu verankern. Kinder sollten an allen sie betreffenden Angelegenheiten beteiligen werden. Ein FAQ zum Thema Kinderrechte ins Grundgesetz liefert ausführliche Hintergrundinformationen zur UN-Kinderrechtskonvention und den Auswirkungen einer Verankerung der Kinderrechte im Grundsetz in Deutschland.
  25. Anlässlich des Weltkindertags am 20. September 2018 mit dem Motto „Kinder brauchen Freiräume“ erläutert die Vorsitzende der Kinderkommission, Bettina M. Wiesmann, dass Kinder Raum und Freiheit zum selbstbestimmten Spielen und Entdecken benötigen und ihnen neben vorhandenen Freiflächen, Parks und Spielplätzen auch Mitspracherecht und Gestaltungsmöglichkeiten in ihrem Lebensumfeld zugestanden werden muss.