Fachkräfte-News

www.jugendhilfeportal.de:
  1. Jugendministerin Britta Ernst übergab aus dem Landesprogramm „Kiez-Kita – Bildungschancen eröffnen“ am 04. Juli einen Zuwendungsbescheid in Höhe von 235.125 Euro an den Landkreis Oder-Spree und am 12. Juli einen entsprechenden Bescheid in Höhe von 272.250 Euro an den Landkreis Ostprignitz-Ruppin. Mit dem Geld werden insgesamt dreizehn sechs Kitas personell und sachlich besser ausgestattet.
  2. Das Positionspapier „Zwischen Abwesenheit und Ankommen. Mehr Männer in Kitas“ der Arbeitsgemeinschaft für Kinder- und Jugendhilfe – AGJ macht deutlich, dass mehr männliche Beschäftigte einen Gewinn für die pädagogische Arbeit mit Kindern und die qualitätsorientierte Gestaltung institutioneller Bildung, Betreuung und Erziehung darstellen können. Es benennt die Bedingungen für die Tätigkeit von Männern in diesem Berufsfeld und nimmt die Entwicklung einer Geschlechtsidentität bei Kindern sowie den gesellschaftlichen Wandel von Männer- und Väterrollen in den Blick. Darüber hinaus werden Konzepte des Umgangs mit dem Generalverdacht diskutiert und Handlungsempfehlungen formuliert.
  3. 2017 wurden in Nordrhein-Westfalen 866 Kinder und Jugendliche zur Adoption vermittelt (436 Jungen und 430 Mädchen). Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als amtliche Statistikstelle des Landes mitteilt, wurden damit 80 Adoptionen weniger ausgesprochen als im Vorjahr (−8,5 Prozent). 40,4 Prozent (350) der adoptierten Kinder und Jugendlichen waren jünger als drei Jahre und 38,3 Prozent (332) waren zwischen drei und elf Jahren alt. Eine ausländische Staatsangehörigkeit hatten neun Prozent (78) der adoptierten Minderjährigen.
  4. Banner, Werbe-Videos, Pop-Ups und Influencer, die ein Produkt in die Kamera halten: Werbung in sozialen Netzwerken ist allgegenwärtig. Doch viele Social-Media-Nutzer haben mittlerweile Schwierigkeiten, zwischen Werbung und inhaltlichen Beiträgen zu unterscheiden. So sagt knapp jeder zweite Nutzer (48 Prozent), dass er Werbung von Inhalt nur schwer unterscheiden kann. Unter den jüngeren Nutzern im Alter von 14 bis 29 Jahren sind es sogar 56 Prozent.
  5. Im Schnitt jede vierte Frau in Deutschland im Alter zwischen 16 und 85 Jahren erlebt mindestens einmal körperliche oder sexuelle Gewalt durch einen Beziehungspartner. Als erstes Flächenland führt Baden-Württemberg eine Plakataktion zur Bekanntmachung des bundesweiten Hilfetelefons für Frauen durch und rückt damit die Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen stärker in die Mitte unserer Gesellschaft.
  6. Der Bayerische Jugendring hat vor Kurzem sein Kooperationsprojekt „Potential Vielfalt“ abgeschlossen. Basierend auf Erfahrungen des Projekts ist die gleichnamige Arbeitshilfe für Haupt- und Ehrenamtliche in der bayrischen Jugendarbeit erschienen. Sie soll dazu dienen, das sperrige Konzept der Interkulturellen Öffnung handhabbar zu machen und bietet einen Mix aus theoretischen Grundlagen und Tipps für die Praxis.
  7. Mit dem Sonderthema „Zukunftsmusik“ blickt der Deutsche Multimediapreis mb21 auf die rasanten technologischen Entwicklungen und lädt junge Medienmacher/-innen dazu ein, sich dem Thema kreativ oder kritisch zu nähern. Noch bis 6. August können sich Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene bis 25 Jahre mit ihren eigenen Projekten am Wettbewerb beteiligen und Preise im Gesamtwert von 10.000 Euro gewinnen.
  8. Der Deutsche Landkreistag begrüßt den vom Bundesinnenminister vorgestellten „Masterplan Migration" und fordert eine stärkere kommunale Verantwortung in Integrationsfragen. Es brauche ein umfassendes Konzept für die Steuerung von Migration und Integration, das betreffe auch die Bündelung von Asylverfahren in AnkER-Zentren. Auch die verbindliche Einführung einer Altersfeststellung bei Zweifeln an der Minderjährigkeit begrüßen die Landkreise.
  9. Im vergangenen Jahr ist die Zahl der Geburten in Deutschland zwar leicht gesunken, lag aber immer noch weit höher als vor zehn Jahren. Die Herausforderungen für die Politik werden damit nicht weniger – insbesondere bei der Kinderbetreuung. Dies unterstreicht Dr. Wido Geis, zuständig für Bildung, Zuwanderung und Innovation am Institut der deutschen Wirtschaft Köln.
  10. Die FOM Hochschule für Oekonomie & Management und die Pädagogische Hochschule Karlsruhe entwickeln gemeinsam einen berufsbegleitenden Master-Studiengang Pädagogik. Neben der Vermittlung von didaktischen Kompetenzen sieht der Studiengang innovative Themen wie Teaching Assistance oder Digitale Bildung vor, um Schulen und andere Bildungseinrichtungen bei entsprechenden Weiterentwicklungsprozessen zu begleiten.
  11. Als Handlungsgrundlage für die Politik untersucht der Familienbericht regelmäßig die Situation von Familien in Deutschland. Dr. Franziska Giffey hat nun Sachverständige unterschiedlicher Fachrichtungen in die Kommission zur Erstellung des Neunten Familienberichts berufen. Das Schwerpunktthema lautet „Elternschaft in Deutschland“.
  12. Die Internetplattform VorbilderNetz für ehemalige Akademieteilnehmer/-innen ist gestartet: Die über 800 Jugendlichen, die bislang an Talent- und VorbilderAkademien von Bildung & Begabung teilgenommen haben, können sich im VorbilderNetz austauschen, gemeinsam neue Initiativen anstoßen und sich durch einen Mentor unterstützen lassen.
  13. Der Wettbewerb „Kinder zum Olymp!“ würdigt nachhaltige verstetigte Kooperationen und Strukturen von Schulen mit kulturellen Institutionen und Künstlern. In diesem Jahr ging der Zukunftspreis für Kulturbildung, verliehen von der Kulturstiftung der Länder und der Deutsche Bank Stiftung, an die Stiftung Brandenburger Tor für ihr Programm „Max – Artists in Residence an Berliner Grundschulen“ und an die Integrierte Gesamtschule Herder für „Eine Kunst für jeden – Künstlerisches Curriculum mit Kulturpartnern“.
  14. Laut der Bundesregierung waren in Thüringen im Jahr 2016 rund 15 Prozent der Kinder und Jugendlichen von Armut bedroht. Die Regierung betont in ihrer Antwort auf eine Kleine Anfrage der AfD, dass Familien mit Sozialleistungsbezug oder mit geringen Einkommen von Kostenbeiträgen für die Kinderbetreuung relativ gesehen besonders stark belastet seien und diese deshalb von Gebühren entlastet werden sollten.
  15. Der Kongress „ZukunftsBildung Ruhr 2018“ am 20. und 21. September in Essen ist Auftakt einer gemeinsamen Initiative von Regionalverband Ruhr, RuhrFutur und TalentMetropole Ruhr. Ziel der Veranstalter ist es, verbindliche Vereinbarungen zu treffen, um Potenziale und Talente frühzeitig zu identifizieren und nachhaltig zu fördern. Erwartet werden Vertreter/-innen aus Bildung, Wissenschaft, Gesellschaft, Politik und Wirtschaft.
  16. Bildungsreferent(inn)en im Bereich der verbandlichen und offenen Kinder- und Jugendarbeit werden künftig besser durch das Land Baden-Württemberg gefördert. Insbesondere mit der angekündigten jährlichen Erhöhung der Förderung zeigt sich der Landesjugendring zufrieden. Dennoch sei – z.B. vor dem Hintergrund der an Wichtigkeit gewinnenden Demokratiebildung – noch Luft nach oben.
  17. Das Positionspapier der Arbeitsgemeinschaft für Kinder- und Jugendhilfe – AGJ nimmt in den Blick wie sich Benachteiligung auf Jugendliche auswirkt, welche Unterstützungsbedarfe bestehen und welche Möglichkeiten und Angebote die Jugendhilfe für benachteiligte Jugendliche bietet. Angesichts der Zuständigkeiten mehrerer Rechtskreise diskutiert das Papier außerdem, ob es rechtlicher Änderungen bedarf bzw. wie die Umsetzungspraxis zu verbessern ist, damit benachteiligte Jugendliche ein passendes und verlässliches Angebot erhalten.
  18. Für den Sommer hat die Koordinierungsstelle „Handeln für eine jugendgerechte Gesellschaft“ spannende Lektüre zu den aktuellen Entwicklungen in Sachen Jugendstrategie verfasst. Die 13. Ausgabe des Onlinemagazins befasst sich schwerpunktmäßig mit dem Jugend-Check und enthält überdies Informationen zu den Einzelvorhaben der Jugendstrategie und auch zur Bilanzkonferenz „Politik für, mit und von Jugend“ im September 2018.
  19. Experten sprechen bereits von einem „Zeckensommer“, Panik sei jedoch nicht angebracht, sagt Bundesarzt Peter Sefrin vom Deutschen Roten Kreuz. Er gibt Tipps, wie man Zeckenstiche vermeidet und sagt, was zu tun ist, falls man gestochen wurde. In Risikogebieten, etwa in Teilen Süddeutschlands rät er zu eine Impfung.
  20. Nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit waren 2017 bundesweit im Jahresdurchschnitt rund 11.000 unbesetzte Arbeitsstellen für Fachkräfte in der Kindererziehung und -betreuung gemeldet. Dies teilt die Bundesregierung in ihrer Antwort auf eine Kleine Anfrage der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen mit. Der Männeranteil an pädagogischen Fachkräften in Kindertagesstätten sei in den vergangenen zehn Jahren von 3,1 auf 5,8 Prozent gestiegen.
  21. Die Bayerischen Jugendämter meldeten im Jahr 2017 insgesamt 15.753 Gefährdungseinschätzungen, das heißt Fälle, in denen geprüft wurde, ob das Wohl von Kindern bzw. Jugendlichen in Gefahr war. Nach Angaben des Bayerischen Landesamts für Statistik lag in 2.315 Fällen eine akute und in 2.646 eine latente Kindeswohlgefährdung vor. Bei 5.819 Gefährdungseinschätzungen wurde keine Kindeswohlgefährdung festgestellt, jedoch Hilfebedarf und in 4.973 Fällen wurde weder eine Kindeswohlgefährdung noch weiterer Hilfebedarf ermittelt.
  22. UNICEF Deutschland ruft anlässlich der Veröffentlichung des „Masterplans Migration" dazu auf, bei allen geplanten Entscheidungen und Maßnahmen das Wohl und den Schutz von Kindern jederzeit vorrangig zu behandeln. Insbesondere müssten Flüchtlingsunterkünfte verbindliche familien- und kindgerechte Standards erfüllen. Unbegleitete minderjährige Flüchtlinge sollten weiterhin von der Kinder- und Jugendhilfe in Obhut genommen und nicht in den geplanten AnkER-Einrichtungen untergebracht werden. 
  23. Mit dem Programm „Weltenschreiber“ hat sich die Robert Bosch Stiftung gemeinsam mit mehreren Partnern zum Ziel gesetzt, Kinder und Jugendliche für das literarische Schreiben zu begeistern und nachhaltig an Schulen und außerschulischen Lernorten zu etablieren.
  24. Die Aufarbeitung und Schlussfolgerungen aus dem gesamten NSU-Prozess müssten nun aus dem Gerichtsaal in die Gesellschaft getragen werden. Darauf weist der AWO Bundesverband hin und fordert eine gesamtgesellschaftliche Debatte um Vorurteile und rechte Einstellungsmuster in der Bevölkerung. Die antirassistische Aufklärungs- und Bildungsarbeit müsse mit den notwendigen Mitteln ausgestattet werden, fordert der Wohlfahrtsverband.
  25. Ministerpräsident Kretschmann und Sozialminister Lucha haben die Eckpunkte des Masterplans Jugend in Baden-Württemberg vorgestellt. Der Landesjugendring lobt insbesondere den starken Fokus auf die Verbesserung der Regelförderung. In Rahmen des Masterplans Jugend hat der Landesjugendring zudem mehrere Projekte – u.a. zu Partizipation und Migration – vorgeschlagen, die er nun mit Fördermitteln aus dem Sozialministerium auf den Weg bringt.