Fachkräfte-News

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  1. Schleswig-Holstein ist in diesem Jahr Vorsitzland und Ausrichter der Jugend- und Familienministerkonferenz, die Anfang Mai in Kiel stattfindet. In dieser Funktion vertritt Staatssekretär Dr. Matthias Badenhop am 20. April die Länder bei der Mitgliederversammlung der Arbeitsgemeinschaft für Kinder- und Jugendhilfe – AGJ in Berlin. Die AGJ ist das Forum bundeszentraler Organisationen und Institutionen der freien und öffentlichen Jugendhilfe in Deutschland und befasst sich mit der fachpolitischen Weiterentwicklung der Jugendhilfe.
  2. Obwohl jeder zu wissen scheint, wie gegrillt wird, gibt es jedes Jahr mehr als 4.000 Grillunfälle. Aus diesem Grund gibt Paulinchen – Initiative für brandverletzte Kinder e.V. mithilfe eines Erklärfilms hilfreiche Tipps für sicheres Grillen ohne Spiritus.
  3. Vor der Landtagswahl im Herbst in Bayern will Facebook eng mit dem Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik zusammenarbeiten, um Manipulationen über das soziale Netzwerk vermeiden zu helfen. Schon vor der letzten Bundestagswahl habe es einen solchen engen Kontakt gegeben. Dies erklärte Facebook-Manager Joel Kaplan, Leiter des Global Policy Teams, am Freitag, den 20. April in einer gemeinsamen Sitzung des Ausschusses für Digitale Agenda und des Rechtsausschusses.
  4. Die Diakonie Deutschland begrüßt nach dem Urteil des Europäischen Gerichtshofs (EuGH) vom 17.04.2018, dass das kirchliche Selbstbestimmungsrecht der wesentliche Faktor bei Entscheidungen wie der Einstellung von Mitarbeitenden bleibt. Die Diakonie weist ausdrücklich darauf hin, dass Anforderungen wie die Kirchenmitgliedschaft bei der Personalauswahl nicht willkürlich gestellt werden, sondern Ergebnis eines Abwägungsprozesses sind. Dies entspräche auch der bisherigen Rechtslage und Praxis.
  5. Im Rahmen der Woche der beruflichen Bildung hat Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier berufliche Schulen in Baden-Württemberg besucht. Der Besuch setze ein klares Zeichen dafür, dass berufliche und akademische Bildung gleichwertig nebeneinander stehen, sagte Kultusministerin Susanne Eisenmann.
  6. Die Arbeitsstelle Kinder- und Jugendhilfestatistik hat das „Vorinfo“ zum HzE Berichtswesen NRW 2018 vorgelegt. Hier werden erste Ergebnisse zu der Inanspruchnahme und den Ausgaben der Hilfen zur Erziehung im Land Nordrhein-Westfahlen auf der Datenbasis 2016 vorgestellt. Insgesamt haben die kommunalen Jugendämter in diesem Bereich rund 2,7 Mrd. Euro aufgewendet. In der Reihe „Hilfen zur Erziehung im Dialog“ werden zentrale Ergebnisse des Berichtswesens am 28.06.2018 bei einer landesweiten Fachtagung in Gelsenkirchen diskutiert.
  7. Seit 2008 betreuen in Mecklenburg-Vorpommern Familienhebammen sowie Familiengesundheits- und Kinderkrankenpflegerinnen Familien in besonderen Lebenslagen und unterstützen sie ab der neunten Lebenswoche bis zum Ende des ersten Lebensjahres ihres Kindes. Das Sozialministerium fördert das Landesprogramm Familienhebammen und Familien- Gesundheits- und Kinderkrankenpflegerinnen mit jährlich 500.000 Euro.
  8. Über die bundesweit als vorbildhaft geltenden Reformen der Hansestadt im berufsbildenden Bereich informierten sich Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und seine Frau Elke Büdenbender im Rahmen der Woche der beruflichen Bildung. Das neu eröffnete Ausbildungszentrum in Hamburg soll zu einer innovativen, auf Digitalisierung ausgerichteten Berufsbildung beitragen.
  9. Die Wirtschaftsleistung im Sozialwesen, zu dem insbesondere die ambulante und stationäre Altenpflege sowie die Kinder- und Jugendhilfe gehören, ist zwischen 1991 und 2015 überdurchschnittlich gestiegen: um 140 Prozent. In der gesamten Wirtschaft waren es 40 Prozent. Laut Deutschem Institut für Wirtschaftsforschung weiter, liegen die Löhne hierbei allerdings weit unter dem Durchschnitt und gleichzeitig fehlt es an qualifiziertem Personal.
  10. In der Kindertagesbetreuung und in der Altenpflege fehlen in Deutschland Fachkräfte. Deshalb kommt der Weiterqualifizierung von Assistenzkräften hohe Bedeutung zu. Von welchen Faktoren es abhängt, ob sich Kinderpflegerinnen bzw. -pfleger oder Altenpflegehelferinnen bzw. -helfer als Fachkraft weiterqualifizieren, hat ein Forschungsprojekt des Deutschen Jugendinstituts (DJI) untersucht und dazu zwischen den Jahren 2015 und 2017 mehrere hundert junge Menschen in Bayern und Nordrhein-Westfalen mehrmals befragt.
  11. Die alternde Gesellschaft ist für Japan ein großes Problem. Deshalb entwickelt das Land Modelle, um junge Menschen zu fördern und gute Bedingungen für nachrückende Generationen zu schaffen. Dabei will es sich an anderen Ländern messen und orientieren und hat Fachkräfte aus Deutschland, Österreich und Neuseeland zwischen dem 13. und 27.02.2018 zu einem multilateralen Fachaustausch eingeladen. In seinem Tagungsbericht beschreibt Rick Lepa, wie sich Japan dem Ziel einer kohäsiven Gesellschaft annährt – einer Gesellschaft, die niemanden ausschließt.
  12. In Bielefeld ist die anonyme Zufluchtsstätte für Mädchen und junge Frauen mit und ohne Behinderung, nach ihrem Umzug als bundesweit erste barrierefreie Einrichtung, eröffnet worden. NRW-Familienstaatssekretär Bothe betonte, das Engagement der Landesregierung gegen sexualisierte Gewalt weiter zu verstärken. So soll z.B. eine Landeskoordinierungsstelle die Umsetzung der Landesaktionspläne fachlich begleiten.
  13. Für das Nachholen von Bildung gab es bisher für über 18-jährige Geflüchtete wenige Möglichkeiten. Um einen Zugang zum Ausbildungs- oder Arbeitsmarkt zu erhalten und ihre Integration zu ermöglichen, startet der Freistaat Sachsen eine neue Maßnahme, damit volljährige Geflüchtete eine berufsbezogene Grundbildung sowie praktischer Erfahrungen erwerben können.
  14. 1,9 Millionen Kinder in Deutschland sind übergewichtig, viele davon erkranken deshalb. Als Maßnahme gegen diesen Trend führen Wissenschaftler, Physiotherapeuten und der Rotary Club Schriesheim-Lobdengau das Projekt „GesundeKids – Fit fürs Leben“ an der Erich-Kästner-Schule in Ladenburg durch.
  15. Die Bremer Senatorin für Kinder und Bildung möchte gemeinsam mit den Trägern die strukturelle Unterstützung zur Integration von Kindern mit besonderem Förderbedarf im Kita-Alltag neu gestalten. Dazu sollen die Mittel erhöht werden. Außerdem sei ein gerechteres Finanzierungssytem geplant, damit Kitas in Stadtteilen in schwieriger Lage die Herausforderungen besser bewältigen können.
  16. Während der Schulzeit haben viele Jugendliche noch keine klaren Vorstellungen, was sie danach vorhaben. Eine umfassende Berufsorientierung hilft ihnen beim Start ins Berufsleben. Es gibt bereits zahlreiche regionale Veranstaltungen und Maßnahmen, die hier ansetzen. Schulen und Bildungsstätten sowie private Veranstalter und Kommunen in Bayern können sich nun um einen Preis bewerben.
  17. In Deutschland muss mit einer Reform der Hartz-IV-Gesetze die Kinderarmut entschieden angegangen werden. Dazu fordert das Deutsche Kinderhilfswerk den Bundesarbeitsminister auf. Hierbei müsser auch die deutliche Kritik etwa des Bundesrats an den Hartz-IV-Gesetzen berücksichtigt werden. Im Bundestag fand am 19.04.2018 eine Debatte zur Armutssituation in Deutschland statt.
  18. Mit den diesjährigen Zuwendungen des Jugendministeriums werden u.a. Personalkosten von Jugendbildungsreferenten, Arbeitsmittel der Jugendverbände sowie deren Projekte der außerschulischen Jugendbildung und internationalen Jugendarbeit finanziert. Der Jugendstaatssekretär unterstrich die Bedeutung, die Jugendverbänden für das Aufwachsen junger Menschen in der Gesellschaft zukommt.
  19. Der Paritätische Gesamtverband und die Microsoft-Bildungsinitiative „Schlaumäuse“ starten eine bundesweite Kooperation zur Sprachförderung von Kindern mit Flucht- und Migrationshintergrund. Im Rahmen der Bildungsinitaitve sollen insgesamt 100.000 Kinder erreicht werden. Die Schlaumäuse-Starterpakete enthalten die Schlaumäuse-App und ein Tablet, sowie eine pädagogische Schulung für alle Lehrer und Erzieher.
  20. Wie gehen europäische Städte mit den Herausforderungen bei der Integration von Migranten um? Dazu hat die EU-Kommission gemeinsam mit der OECD einen Bericht vorgelegt, der neben den Erfahrungen in den Kommunen auch Empfehlungen in den Bereichen Gesundheit, Arbeit, Wohnen und Bildung enthält. Diese können als Checkliste zur Unterstützung lokaler, regionaler und nationaler Behörden dienen.
  21. Noch immer werden zu wenige Kinder gegen Masern geimpft. Dies zeigen die aktuellen Impfquoten, die das Robert Koch-Institut zur Europäischen Impfwoche veröffentlicht hat. Bundesgesundheitsminister Spahn fordert daher eine bessere Zusammenarbeit bei der Masernimpfung. Ein neues Erklärvideo der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung gibt Tipps zum stress- und schmerzarmen Impfen.
  22. Unter der Schirmherrschaft des niedersächsischen Ministers für Wissenschaft und Kultur, Björn Thümler, startet die Universität Vechta am Donnerstag, 3. Mai 2018, eine Veranstaltungsreihe zu anwendungsbezogenen Aspekten der Digitalisierung: „smart life – smart work“ heißt die Reihe, die in zehn Einzelveranstaltungen verschiedene Facetten von Digitalisierung beleuchtet.
  23. Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) bekräftigt mit Blick auf den Berufsbildungsbericht der Bundesregierung ihre Forderung nach einer gesetzlichen Ausbildungsgarantie. „Mehr als 2,1 Millionen junge Erwachsene hatten nach Angaben des Berufsbildungsberichts im vergangenen Jahr keinen Berufsabschluss, Tendenz steigend. Das ist ein gesellschaftspolitischer Skandal ersten Ranges“, betont Ansgar Klinger, GEW-Vorstandsmitglied für berufliche Schulen und Weiterbildung.
  24. „Von Propaganda 1918 zu Fake News 2018“ – zu diesem Thema findet vom 15. bis 21. Juli 2018 der 17. Jugendgipfel im Regionalen Weimarer Dreieck in Lille statt. In diesem Rahmen treffen sich jeweils 15 Jugendliche aus Nordrhein-Westfalen, Polen und Frankreich, analysieren und diskutieren aktuelle und historische Medien und nehmen an Exkursionen teil. Bis zum 31. Mai können sich Jugendliche für die Teilnahme bewerben.
  25. Das Deutsche Kinderhilfswerk spricht sich für eine Absenkung des Wahlalters bei Landtagswahlen auf 16 Jahre aus. Kinder und Jugendliche müssten in Deutschland ernster genommen werden und mehr Möglichkeiten bekommen, ihr Interessen wahrzunehmen und durchzusetzen. Auch brauche es einer stärkeren Öffnung von Schulen und Kinder- und Jugendhilfe für dieses Thema.