Fachkräfte-News

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  1. Das Webinar des Deutschen Institut für Jugendhilfe und Familienrecht e.V. (DIJuF) am 3. Juli 2020 beschäftigt sich insbesondere mit den finanziellen Folgen der Corona-Krise für die eigentlich kostenbeitragspflichtigen Eltern von vollstationär untergebrachten Kindern, Jugendlichen und jungen Volljährigen, die durch Kurzarbeit, unbezahlten Urlaub, Umsatzeinbußen oder Insolvenz aktuell ein wesentlich geringeres Einkommen als zuvor haben.
  2. Der Generalsekretär der Arbeitsgemeinschaft der Evangelischen Jugend in Deutschland e.V. (aej), Mike Corsa, stimmt den jüngsten Äußerungen der früheren EKD-Ratsvorsitzenden Margot Käßman zur Corona-Krise zu. Auch er betont, dass Kinder und Jugendliche in ihren Begegnungsmöglichkeiten noch sehr eingeschränkt sind. In Politik und Öffentlichkeit werde kaum wahr- und ernstgenommen, dass Kindern und Jugendliche wichtige Impulse für die Entwicklung ihrer Persönlichkeit verloren gegangen sind.
  3. Das Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung (WZB) möchte mit seinem digitalen Kolloquium den soziologischen Perspektiven auf die Corona-Krise eine Plattform geben und zum Austausch anregen. Jeden Mittwoch finden Online-Vorträge von 11 bis 12 Uhr statt, die dann als Podcast zum Nachhören zur Verfügung stehen.
  4. Ein mangelnder Zugang zu Verhütung bedroht die Frauengesundheit und das Menschenrecht auf Familienplanung. Dies stellte der pro familia Bundesverband zusammen mit der Arbeiterwohlfahrt (AWO) und dem Paritätischen Gesamtverband anlässlich des Internationalen Tages der Frauengesundheit fest.
  5. Im Vorfeld der Beratungen des Koalitionsausschusses zu einem Konjunkturpaket in der Corona-Krise melden sich die Klimaaktivistinnen und -aktivisten von Fridays For Future erstmals Seite an Seite mit dem Paritätischen Wohlfahrtsverband und der Gewerkschaft ver.di zu Wort. Sie fordern von der Bundesregierung bei ihren Plänen die tatsächliche Lebensqualität und die Interessen der Menschen in das Zentrum zu rücken.
  6. Prof. Dr. Maria Busche-Baumann, Expertin für Schulsozialarbeit an der Hildesheimer HAWK-Fakultät Soziale Arbeit und Gesundheit, hebt die insbesondere in Zeiten der Corona-Pandemie wichtige Bedeutung der Schulsozialarbeit hervor. Gerade die Schwächsten müssten begleitet werden, damit die Bildungsschere nach der Pandemie nicht noch weiter auseinanderklaffe. Wichtig sei, den Kontakt zu den Schülerinnen und Schülern ebenso wie den Kontakt untereinander aufrecht zu erhalten. Dazu haben Schulsozialarbeiterinnen und -arbeiter in Niedersachsen kreative Zugänge entwickelt.
  7. Mit Blick auf die jüngsten Corona-Ausbrüche in großen Flüchtlingsunterkünften mahnen die Diakonie Deutschland und der Deutsche Caritasverband einen verbesserten Schutz der dort lebenden Menschen vor dem Corona-Virus an. Zumindest für Familien mit Kindern und Menschen, die zu den Risikogruppen gehören, sollten schnellstens andere Formen der Unterbringung organisiert werden.
  8. Zum Internationalen Kindertag am 1. Juni 2020 fordert das Deutsche Institut für Menschenrechte Bund und Länder dazu auf, die UN-Kinderrechtskonvention auch in Zeiten der aktuellen Corona-Pandemie, vollumfänglich zu berücksichtigen. Insbesondere das Recht auf Gesundheit, sei ein ganzheitliches Konzept und schließe z.B. Spiel und Freizeit sowie Kontakte zu anderen Kindern ausdrücklich mit ein. In Deutschland sind derzeit über 13 Millionen Kinder und Jugendliche von der Corona-Pandemie und den damit einhergehenden Einschränkungen betroffen.
  9. Wie können sich junge Europäer/-innen online beteiligen? Welche Ansätze der digitalen Jugendbeteiligung verfolgen unterschiedliche EU-Mitgliedsstaaten? Wie steht Deutschland im europäischen Vergleich da? Evaldas Rupkus geht dieser Frage in seinem Gastbeitrag nach und beschreibt einige Praxisbeispiele aus der Welt der ePartizipation Jugendlicher in Europa.
  10. Eurodesk informiert regelmäßig über aktuelle Förder- und Fortbildungsangebote auf europäischer Ebene. In dieser Ausgabe gibt es u.a. Infos zum YOCOMO-Online-Kurs, zum Ideenwettbewerb „MACHEN!2020“, zur Förderung für Austausche mit Tschechien, sowie freie Plätze in der Eurodesk Mobilitätslots(inn)en-Weiterbildung.
  11. Am 27. März 2020 veröffentlichte das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) erstmals den „BfR-Corona-Monitor“. Die regelmäßige Umfrage dokumentiert, wie die Bevölkerung in Deutschland das Ausbruchsgeschehen des neuartigen Coronavirus einschätzt und welche Befürchtungen die Menschen dabei besonders umtreiben. Die Zwischenbilanz nach zehn Wochen zeigt Trends in der Wahrnehmung der Pandemie.
  12. Der Deutsche Juristinnenbund e.V. (djb) kritisiert die Verschärfung der Diskriminierung von Zwei-Mütter-Familien durch das am 28. Mai 2020 im Bundestag beschlossene Adoptionshilfegesetz. So diskriminiere die nun eingeführte Beratungspflicht lesbischer Eltern zusätzlich. Außerdem werde die Stiefkindadoption für lesbische Paare zusätzlich erschwert.
  13. Der Präsident des Bayerischen Jugendrings hat sich bei Bayerns Sozialministerin Trautner für den Rettungsschirm zur Absicherung von gemeinnützigen Bildungs- und Beherbergungsbetrieben in Bayern bedankt. Dennoch seien Jugendbildungsstätten noch nicht über den Berg. Daher seien die Entwicklungen im Blick zu behalten.
  14. 10 Prozent der 12- bis 17-Jährigen haben bereits einmal Cannabis konsumiert. Bei den 18- bis 25-Jährige sind es 42,5 Prozent. Nun hat die Bundesdrogenbeauftragte und die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung präsentieren eine neue Präventionskampagne gestartet, die auf Social Media auf die gesundheitlichen Risiken von Cannabis aufmerksam macht.
  15. Der Deutsche Bundestag hat am 28. Mai das Gesetz zur Verbesserung der Hilfen für Familien bei Adoption (Adoptionshilfe-Gesetz) aus dem Bundesfamilienministerium beschlossen. Das Gesetz zielt darauf ab, Adoptiv- wie Herkunftsfamilien besser zu begleiten, Adoptivkinder in ihrer Entwicklung zu unterstützen und Adoptionsvermittlungsstellen zu stärken.
  16. Das Deutsche Kinderhilfswerk und die Bundesschülerkonferenz mahnen dringend die Intensivierung einer umfassenden Beteiligung der Schülerinnen und Schüler an der Konzeptausarbeitung zur Öffnung der Schulen und dem Schulbetrieb an. Diese Beteiligung muss nach Ansicht der beiden Organisationen sowohl auf Landesebene über die jeweiligen Landesschülervertretungen als auch direkt in den Schulen durch die bereits gegebenen Strukturen sichergestellt werden.
  17. Die Arbeitsgemeinschaft für Kinder- und Jugendhilfe – AGJ möchte mit dem vorliegenden Positionspapier den bundesweiten Ausbau und die Verstetigung landesweiter Interessenvertretungen von jungen Menschen aus stationären Angebotsformen befördern. Das Papier gibt einen Einblick in die Struktur, Konzeptmerkmale, inhaltliche Arbeit und Ziele der im Aufbau befindlichen und bereits bestehenden Interessenvertretungen in einzelnen Bundesländern. Weiter werden wesentliche Gelingensbedingungen nachhaltiger und wirkungskräftiger Interessenvertretung identifiziert.
  18. Die Beteiligung junger Menschen an politischen Gestaltungsprozessen ist einer der Grundsätze der Eigenständigen Jugendpolitik und der Jugendstrategie der Bundesregierung. Die Bundesjugendkonferenz vom 11. bis 13. September 2020 bietet ein Forum, um bundesweit engagierte Jugendliche zu aktuellen jugendpolitischen Fragestellungen zusammenzubringen. Die Registrierung für die Veranstaltung ist bis zum 20. Juli 2020 möglich.
  19. Estland: Aus dem kleinen Land im Nordosten der EU kommen immer wieder große Anstöße. Dazu gehören auch erste Erfahrungen mit Smart Youth Work – Jugendarbeit mit Online-Tools und -Medien. Ülly Enn vom Estnischen Zentrum für Jugendarbeit sagt: „Dieses Konzept ist eine wichtige Quelle der Inspiration für die Jugendarbeit und gerade in der Krise waren die digitalen Lösungsansätze für die schnelle Anpassung der Jugendarbeit von enormer Bedeutung“.
  20. Anlässlich des Weltnichtrauchertags am 31. Mai 2020 informieren das Bundesgesundheitsministerium und die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) über die Risiken des Rauchens – auch mit Bezug auf das Coronavirus. Die BZgA bietet ein Online-Aussiegsprogramm mit Infos und Tipps sowie Coaching von Ehrenamtlichen sowie eine Telefonberatung.
  21. Am 29. Mai ruft die nebenan.de Stiftung zum dritten Mal dazu auf, den Tag der Nachbarn zu feiern. Statt tausenden Straßenfesten geht es in diesem Jahr vor allem um Nachbarschaftshilfe: Mit 5 Aktions-Ideen für Gemeinschaft auf Distanz. Gute Nachbarschaft hält unsere Gesellschaft zusammen. Nicht nur, aber besonders in einer Krise, betont auch die Diakonie Deutschland, die den Tag der Nachbarn aktiv unterstützt.
  22. Die Deutsche UNESCO-Kommission hat die Bewerbungsphase für ihren internationalen Freiwilligendienst kulturweit verlängert. Noch bis zum 30. Juni können sich junge Menschen bewerben. Der Freiwilligendienst beginnt am 1. März 2021, sofern zu diesem Zeitpunkt keine Reisebeschränkungen bestehen.
  23. Das Bundesnetzwerk Kinder- und Jugendarbeit betont in einer Stellungnahme die derzeitigen Bedeutung der Kinder- und Jugendarbeit und appelliert, die Bedarfe Jugendlicher bei Lockerungs-Debatten zu berücksichtigen. Außerdem fordert das Bundesnetzwerk eine stärkere Unterstützung und Einbeziehung der Kinder- und Jugendarbeit.
  24. Das Bündnis für Demokratie und Toleranz – gegen Extremismus und Gewalt (BfDT) stärkt, würdigt und vernetzt bundesweit Menschen und Projekte, die sich mit ihrer ehrenamtlichen Arbeit für ein tolerantes Miteinander in der Gesellschaft einsetzen. Anlässlich des 20-jährigen Bestehens bietet das BfDT zwei neue Formate und noch mehr Unterstützung für zivilgesellschaftliches Engagement.
  25. Anlässlich des Internationalen Kindertages am 01.06.2020 fordert ein breites Bündnis von 59 Organisation und Einzelpersonen unter Federführung der Nationalen Armutskonferenz (nak) Bund, Länder und Kommunen auf, der Bekämpfung der Armut von Kindern und Jugendlichen in Deutschland die Aufmerksamkeit zu geben, die sie verdient. Dazu appelliert das Bündnis an die politisch Verantwortlichen endlich konkrete Konzepte mit notwendigen Umsetzungsschritten vorzulegen, die allen Kindern und Jugendlichen ein gutes Aufwachsen ermöglichen.