Fachkräfte-News

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  1. „Wenn Kümmerer*innen selbst Hilfe brauchen…“ – in diesem Zwischenruf drückt die Arbeitsgemeinschaft für Kinder- und Jugendhilfe – AGJ ihren Dank für das große Engagement zur Bewältigung der Krisensituation aus. Außerdem führt sie erste weiterführende Fragen zum Kinderschutz, zur Erbringung von Leistungen der Kinder- und Jugendhilfe in Zeiten des Kontaktverbots und zum Sicherungsschirm für soziale Dienstleister zusammen.
  2. Die Europäische Kommission hat am 25. März 2020 den EU-Aktionsplan für Menschenrechte und Demokratie für den Zeitraum 2020-2024 angenommen und darin die Prioritäten und das weitere Vorgehen in diesen Bereichen dargelegt. Als nächstes müssen der Rat und das Europäische Parlament den Aktionsplan annehmen.
  3. Das Corona-Soforthilfeprogramm der Aktion Mensch hat zum Ziel schnelle und unbürokratische Unterstützung für Menschen mit Behinderung und Menschen in sozialen Schwierigkeiten zu ermöglichen. Organisationen und Vereine, die in den Bereichen „Assistenz und Begleitung“ sowie „Lebensmittelversorgung” aktiv sind, können ab sofort Mittel beantragen.
  4. Die Beratungsstellen der Frühen Hilfen unterstützen Schwangere sowie Eltern mit Kindern unter drei Jahren in Not- oder Konfliktsituationen. Aufgrund der Corona-Pandemie mussten Anlaufstellen vor Ort geschlossen werden. Kostenfreie Telefon- und Online-Beratungsangebote bestehen jedoch weiterhin. Darüber informiert das Nationale Zentrum Frühe Hilfen.
  5. Ob ein Webinar über digitales Moderieren, eine Deutschstunde per Skype oder ein spannendes Online-Experiment für Kinder – digitale Angebote sind angesichts der weitreichenden Einschränkungen des öffentlichen Lebens durch die Corona-Pandemie wichtiger denn je. Auch das Goethe-Institut bietet eine Reihe digitaler und zumeist kostenloser Sprach- und Bildungsprogramme an, die es auch von zuhause aus ermöglichen, Deutsch zu lernen oder sich fortzubilden. Die Angebote richten sich dabei an Kinder und Jugendliche, an alle Deutschlerner*innen sowie an Lehrkräfte für Deutsch.
  6. In Zeiten von Schulschließungen aufgrund der Corona-Krise ist es das dringliche Anliegen von Bund und Ländern, den Unterricht weitestgehend aufrecht zu erhalten. Deshalb werden Bund und Länder kurzfristige Hilfen für digitalen Unterricht ermöglichen. Hierfür können 100 Millionen Euro aus dem DigitalPakt Schule bereitgestellt werden.
  7. Die gemeinnützigen Schüleraustauschorganisationen stehen durch den Ausbruch der Corona-Pandemie vor einer ungewissen Zukunft. Die finanziellen Auswirkungen auf den Bereich des internationalen Schüleraustausches sind bereits jetzt immens. Der Arbeitskreis gemeinnütziger Jugendaustausch (AJA) fordert umfassende staatliche Unterstützung für gemeinnützige Träger.
  8. Der Minister für Landwirtschaft und Umwelt Dr. Till Back­haus ruft alle Kinder und Jugendlichen herzlich dazu auf, sich verstärkt mit Umweltthemen zu beschäftigen. Hierfür wurde eine Vielzahl von digitalen Informations- und Arbeits­materialien zusammen­gestellt, mit denen sich Kinder selbständig am PC oder von den Eltern ausgedruckt beschäftigen können.
  9. Ausgehbeschränkungen, Sorgen um die Gesundheit, Existenzängste und ein Familienleben dauerhaft auf engstem Raum: Angesichts der Corona-Krise befürchten Expertinnen und Experten eine Zunahme von Fällen häuslicher Gewalt. Umso wichtiger ist es, dass die Hilfestrukturen funktionieren – allen voran auch das Hilfetelefon „Gewalt gegen Frauen“.
  10. Die Katholische Landjugendbewegung (KLJB) hat in Zusammenarbeit mit der Akademie Junges Land und der Katholischen Hochschule NRW die Neuerscheinung „Jugendarbeit in ländlichen Regionen - Regionalentwicklung als Chance für ein neues Profil“ herausgegeben. Darin wird versucht, Antworten auf den gesellschaftlichen Wandel in ländlichen Räumen zu geben, wobei insbesondere die Jugend miteingebunden werden soll.
  11. Anlässlich des Internationalen Tags gegen Rassismus am 21. März weist IN VIA Deutschland darauf hin, dass diskriminierende Einstellungen in allen Altersgruppen, Bildungsniveaus und Erwerbsstatusgruppen anzutreffen sind. Das Erstarken rassistischer Einstellungen und die Verschärfung geschlechtsbezogener Rollenstereotype geben Anlass zur Sorge und fordern Politik und Zivilgesellschaft zum Handeln auf.
  12. Die Bundesregierung unternimmt in der aktuellen Corona-Krise große Anstrengungen, um die Wirtschaft in Deutschland vor einem Zusammenbruch zu schützen. Allerdings finden unter dem jetzt geplanten Rettungsschirm der Regierung viele gemeinnützige Organisationen keinen Platz. Das Bundesforum Kinder- und Jugendreisen fordert dringende Nachbesserungen.
  13. Der Präsident des Deutschen Kinderschutzbundes (DKSB) fordert angesichts von Kita- und Schulschließungen – wodurch auch die kostenlosen Mittagessen für Kinder wegfallen – einen unbürokratischen Zuschlag für Familien, die Leistungen zur Existenzsicherung erhalten. Dieser könnte z.B. aus freiwerdenden Mitteln des Bildungs- und Teilhabepakets finanziert werden.
  14. Das Deutsche Institut für Menschenrechte fordert aus Anlass des 11. Jahrestags des Inkrafttretens der UN-Behindertenrechtskonvention für Deutschland am 26. März die Länder auf, Landesaktionspläne fortzuschreiben und nicht durch Leitlinien zu ersetzen. Eine aktuelle Analyse zeigt, dass Aktionspläne die besten Instrumente zur Umsetzung darstellen.
  15. Der Ausschuss für Arbeit und Soziales hat dem Sozialschutz-Paket der Koalitionsfraktion von CDU/CSU und SPD zugestimmt. Mit dem umfangreichen Gesetzespaket sollen die Folgen vor allem für Beschäftigte und Kleinselbstständige abgemildert werden, die durch die Corona-Krise signifikante finanzielle Einbußen erleiden.
  16. Millionen Kinder weltweit sind wegen der Maßnahmen zur Eindämmung der COVID-19-Pandemie höheren Risiken ausgesetzt. Dazu gehören Misshandlung, geschlechtsspezifische Gewalt, Ausbeutung, soziale Ausgrenzung sowie die Trennung von ihren wichtigsten Bezugspersonen. UNICEF appelliert an die Regierungen, den Schutz und das Wohlergehen der Kinder angesichts der zu erwartenden wirtschaftlichen und sozialen Folgen der Pandemie sicherzustellen.
  17. Die Wohlfahrtsverbände zeigen sich erleichtert, dass soziale Dienste und Einrichtungen unter die Regelungen des krisenbedingten Sozialschutzpaketes der Bundesregierung fallen. Die Verbände mahnen jedoch an, nachzubessern und z.B. Einrichtungen für Mutter/Vater-Kind-Kuren einzuschließen, die bislang außen vor sind.
  18. Die Corona-Pandemie stellt Privatpersonen, Kommunen und Unternehmen vor große Herausforderungen. Deshalb hat Kinderfreundliche Kommunen e.V. Tipps und Anregungen gesammelt, wie man mit Kindern über das Thema Corona-Virus und die sich daraus ergebenden Einschränkungen, Ängste und Fragen mit Kindern reden kann, was man mit Kindern machen kann, wenn man vornehmlich zuhause sein muss und wie man kinderfreundlich durch diese turbulente Zeit kommt.
  19. Die Corona-Krise stellt Eltern, die ihre Kinder aufgrund geschlossener Kitas und Schulen nun zu Hause betreuen müssen, vor besondere Herausforderungen. Um diese Familien finanziell zu entlasten und den Verdienstausfall zumindest teilweise zu kompensieren, will die Bundesregierung das Infektionsschutzgesetz anpassen. Der Deutsche Gewerkschaftsbund mahnt an, dass die geplanten Änderungen jedoch nicht weit genug gingen, um betroffenen Familien ausreichend zu helfen.
  20. BAföG-Geförderte, die sich im Kampf gegen die aktuelle Corona-Pandemie im Gesundheitswesen, in sozialen Einrichtungen oder in der Landwirtschaft engagieren, bekommen den Hinzuverdienst nur für die Zeit ihrer Tätigkeit beim BAföG angerechnet. Eine entsprechende Gesetzesänderung hat der Deutsche Bundestag beschlossen.
  21. Im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus stellen sich für Familien viele wichtige Fragen. Der Deutsche Familienverband stellt auf seiner Internetseite die häufigsten Fragen und Antworten zu vielfältigen Aspekten sowie zu weiterführenden Informationen zur Verfügung.
  22. Laut den aktuellen jährlichen Schlussfolgerungen des Europäischen Ausschusses für soziale Rechte (ECSR) sind die sozialen Rechte von Kindern, Familien und Migranten in ganz Europa in Gefahr. Die Feststellungen des Ausschusses betreffen insbesondere Kinderarbeit sowie den Schutz von Kindern vor Gewalt und Ausbeutung.
  23. In drei Flyern hat die Gewerkschaft ver.di Informationen für Beschäftigte in der Kindertagesbetreuung zusammengestellt. Hierbei werden u.a. Fragen zu arbeitsrechtlichen Aspekten beantwortet sowie zum Gesundheitsschutz, insbesondere für Beschäftigte und Kinder in der Notbetreuung in Kindertageseinrichtungen und in Angeboten für Schulkinder.
  24. Das neue Dossier „Mit Kindern gut durch die Corona-Zeit kommen“ des Deutschen Bildungsservers richtet sich insbesondere an Eltern von jüngeren Kindern. Darin finden sich Tipps zur Strukturierung des Tagesablaufs und für Aktivitäten mit Kindern sowie Informationen von Bund und Ländern zu staatlichen Hilfen und Serviceangeboten.
  25. Die Ausbreitung des Coronavirus hat für die Kinder- und Jugendhilfe gravierende Folgen. Darauf weist der Präsident des Bundesverbandes privater Träger der freien Kinder- und Jugendhilfe (VPK), Martin Adam, hin. Es gibt zunehmende Verwerfungen durch Covid-19 für die stationären und ambulanten Hilfesysteme der Kinder- und Jugendhilfe, die dringend mehr Flexibilität erfordern.